... and know the place for the first time.

“We shall not cease from exploration
And the end of all our exploring
Will be to arrive where we started
And know the place for the first time.
Through the unknown, remembered gate
When the last of earth left to discover
Is that which was the beginning;
At the source of the longest river
The voice of the hidden waterfall
And the children in the apple-tree
Not known, because not looked for
But heard, half-heard, in the stillness
Between two waves of the sea."

—T.S. Eliot, aus “Little Gidding,” Four Quartet

Ich sitze im Boot und denke das, was ich jedes mal denke, wenn ich im Boot sitze: Ich sollte das wirklich öfter machen. Nicht nur, dass ich dann vielleicht etwas fitter wäre und irgendwann auch weniger Blasen bekäme. Es macht wirklich Spaß. 

"Das Boot ist rot und im Motorboot sitzen vier Leute; ansonsten hat sich nichts geändert." Offensichtlich hat auch Markus nach wie vor Spaß daran, mich Rudern zu sehen. Ich bin mit zwei Freunden aus Aachen angereist - zum Testfahren. Wir wünschen uns einen Leichtgewichts-Doppelzweier, Markus hat einen übrig. 

Also ausgerechnet Ratzeburg. 

In meinen Erinnerungen das Kuhdorf, in dem ich jeden Sommer wochenlang festsaß und mich durch die grauen Wellen der Seen pflügte. Auf den zweiten Blick: unglaublich schön. Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter und fahren bei glattem Wasser und feinstem Sonnenschein komplett über den Ratzeburger See. Unten blau, oben blau, unter dem Kiel rauscht es und wir haben den See fast für uns allein. Was will man mehr?

Dabei hat mich das Rudern erst vor einem guten Jahr wiedergefunden. Was habe ich also in den letzten fünf Jahren gemacht? Neu angefangen. Immer wieder. In Newcastle. In Augsburg. In Aachen. Im Master, bei Fraunhofer, an der RWTH, bei Spicetech. Ich bin viermal umgezogen und hatte drei Jobs. Ich habe mich auf die Suche gemacht. Habe festgestellt, dass ich auch jemand bin, wenn ich nicht schnell rudere. Dass es sogar Menschen gibt, die mich mögen, einfach so (und es erstaunt mich immer noch). 

Sportlich gesehen saß ich lange Zeit im wahrsten Sinne des Wortes völlig auf dem Trockenen. Bis ich nach Aachen kam und Kathi mich einfach mitgenommen hat an den Rursee. Wo ich zuerst Angst davor hatte, dass es keinen Spaß mehr machen würde, weil es sich nie wieder anfühlen wird wie früher. Bis mich der große blaue See, die Stille, die fließenden Bewegungen schon nach wenigen Schlägen wieder in ihren Bann zogen. Meine Rudereinheiten zähle ich aktuell zwar in der Maßeinheit "Mal pro Jahr", aber ich genieße jede einzelne.


Markus hat Videos vom Wochenende geschickt. Auf einem hört man ihn sagen: "Guck mal, wie schnell sie vorne rumgeht. Das ist immer noch 'n Träumchen." Made my day.

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